Aldi Talk: Verbraucherzentrale mahnt “Kostenfalle” bei Discounter-Flatrate an

ALDI TalkAldi Talk Paket 300 soll weit über 100 Euro abbuchen

Wer beim Aldi Talk Paket 300 die Aufladeoption “unter fünf Euro” setzt, geht in eine Kostenfalle, weil bei einem Prepaid-Guthaben zwischen 5 und 7,98 Euro der Paketpreis nicht mehr abgebucht werden kann. Aldi beendet die 300-Flatrate und rechnet dann zum rund zehnmal teureren Basistarif ab, behaupten Verbraucherschützer.

Nutzer des Aldi-Talk-Tarifs Paket 300 für 8 Euro im Monat erhalten Nachforderungen “durchaus mal bis zu weit über 100 Euro im Monat”. Dasberichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am 7. September 2015. Der Tarif bietet 300 Einheiten in Form von Gesprächsminuten oder SMS und ein Datenvolumen von 300 MByte im mobilen Internet.

Das Problem tritt auf, wenn Nutzer für die automatische Aufladung der Prepaid-Karte online die Aufladeoption “unter fünf Euro” eingestellt hatten. Befindet sich das Prepaid-Guthaben zwischen 5 und 7,98 Euro, kann der Paketpreis nicht abgebucht werden. Es erfolgt auch keine automatische Aufladung, weil das Guthaben nicht unter 5 Euro gesunken ist. Die Flatrate kann somit nicht mehr gebucht werden.

Statt 7,99 Euro fast 100 Euro

Aldi beendet in diesem Fall nach Ablauf des Monats die 300-Flatrate für Telefonie, SMS und mobiles Internet und rechnet zu den Konditionen des rund zehnmal teureren Basistarifs ab. Nutzer, die ihre Flatrate voll ausnutzen, zahlen dann statt 7,99 Euro fast 100 Euro. Wer seine mobile Internetverbindung weiter unbegrenzt nutzt und Filme anschaut, muss ein Vielfaches davon bezahlen.

Diese Falle ist in den “Besonderen Geschäftsbedingungen” für die mobile Prepaid-Karte durchaus beschrieben. Doch viele Kunden haben den Text natürlich nicht gelesen. Aldi Talk wird von Medion Mobile im E-Plus-Netz der Telefónica bereitgestellt.

Die niedrigste Stufe für eine automatische Aufladung muss auf 8 Euro hochgesetzt werden. Damit wäre sichergestellt, dass die Bezahlung für die Flatrate stets verfügbar ist. Doch wer erst einmal in diese Kostenfalle geraten ist, muss dennoch meist zahlen, “auch wenn der Discounter sich bisweilen kulant zeigt und bei schneller Rückmeldung Teilbeträge erstattet”, so die Verbraucherschützer.

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